Große Mehrheit im Gesundheitsausschuss für Christdemokratin


Stella Kyriakides wird neue EU-Gesundheitskommissarin. Nach der Anhörung im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit des Europäischen Parlaments am Dienstagabend ist dies nun sicher. Sie hatte die Anhörung mit Bravour gemeistert und am Mittwochmorgen haben die Vertreter des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit sie mit großer Mehrheit (nur die Anti-Europäer stimmten dagegen) bestätigt.

Der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP Christdemokraten), Dr. Peter Liese, zeigte sich hochzufrieden mit dem Auftritt von Stella Kyriakides vor dem Europäischen Parlament und der Unterstützung durch seine Kollegen. „Stella Kyriakides ist wirklich hoch qualifiziert für das Amt. Sie beeindruckte mit Detailwissen und einer Vision für die Gesundheitspolitik in der Europäischen Union. Sehr emotional machte sie deutlich, dass sie als jemanden der selbst an Krebs gelitten und die Krankheit bezwungen hat, mit den Patienten mitfühlen kann und alles tun wird, um den Krebs in Europa zu bekämpfen. Auch bei Themen wie Telemedizin, Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen und der Entwicklung von Pestiziden mit weniger Risiken zeigte sie große Überzeugungskraft“, so Liese.

Stella Kyriakides überzeugt durch Fachwissen und Empathie / Schwerpunkte wird Kampf gegen den Krebs

„Die designierte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat ihre Anhörung im Europäischen Parlament heute ausgezeichnet gemeistert. Sie überzeugte durch Fachwissen und Empathie für die Anliegen der Patientinnen und Patienten.“ Dies erklärte der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten), Dr. med. Peter Liese im Anschluss an die Anhörung am späten Dienstagabend. „Ich habe keinerlei Zweifel, dass Stella Kyriakides eine ausgezeichnete Gesundheitskommissarin wird. Als eine Frau die seit vielen Jahren Gesundheitspolitik betreibt und auch praktische Erfahrung als klinische Psychologin hat, ist ihre fachliche Eignung unbestritten. Dies hat sie heute auch eindrucksvoll unter Beweise gestellt.“

Schwacher Auftritt in Anhörung vor dem Europäischen Parlament

 
Soeben endetet die Anhörung des designierte EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski. Der Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten), Dr. Peter Liese, zweifelte im Anschluss daran, dass dieser eine Mehrheit im Europäischen Parlament finden wird. „Der Auftritt heute vor den Europaabgeordneten war insgesamt schwach und inhaltsleer. Von einem zukünftigen Agrarminister hätte ich mir konkrete Ideen gewünscht, wie zum Beispiel das Einkommen der Landwirte auch zukünftig gesichert werden kann und wie die gemeinsame Agrarpolitik aussehen soll, insbesondere vor den steigenden Ansprüchen der Menschen was Tierhaltung und Klimaschutz angeht. Wir haben davon jedoch nichts gehört, trotz mehr mehrfacher Nachfragen und der Bitte nach möglichst konkreten Aussagen. Meiner Meinung nach konnten auch Zweifel an finanziellen Unregelmäßigkeiten nicht komplett ausgeräumt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich mir daher nur schwer vorstellen, wie Janusz Wojciechowski eine Mehrheit im Europäischen Parlament erzielen will“ so Liese.

Peter Liese: Modell europaweit nutzen / Übergewicht ist dramatisches Problem

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat heute in Berlin bekanntgegeben, dass in Deutschland eine verbesserte Nährwertkennzeichnung, ein sogenannter Nutri-Score, eingeführt wird. Vorausgegangen war eine umfassende, wissenschaftlich fundierte sowie unabhängige Verbraucherforschung im Auftrag des Ministeriums. Bis Ende Oktober soll es dazu nun einen entsprechenden Entwurf für eine Rechtsverordnung geben.


Der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten), Dr. med. Peter Liese, begrüßte die Ankündigung, die auch auf europäischer Ebene interessiert aufgenommen wurde. „Meine Fraktion stand einer farblichen Kennzeichnung von Lebensmitteln auf europäischer Ebene lange kritisch gegenüber. Persönlich glaube ich, dass wir Nutri-Score grundsätzlich unterstützen sollten. Dies sehen auch viele Kolleginnen und Kollegen so. Übergewicht, insbesondere bei Kindern, ist ein dramatisches Problem und auch wenn der Nutri-Score etwas vereinfachend ist, müssen wir handeln und den Verbraucherinnen und Verbrauchen eine bessere Hilfestellung geben. Deshalb bin ich optimistisch, dass das von Deutschland favorisierte Modell, das Frankreich bereits eingeführt hat, auch flächendeckend in der EU zum Einsatz kommen kann. Niemand sollte sich aber die Illusion machen, dass durch Kennzeichnung alleine das Problem in den Griff zu kriegen ist. Für seine persönliche Ernährung ist jeder in erster Linie selbst verantwortlich und Eltern sind für die Ernährung der Kinder verantwortlich. Niemand sollte dafür Dritten, zum Beispiel der Industrie, den schwarzen Peter zuschieben“, so der Europaabgeordnete.

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