Brief von Ursula von der Leyen an Europaabgeordneten Peter Liese / Kein Verbot von Bleimunitionen beim Schützenfest


„Die Schützen können aufatmen, es wird kein Verbot von Bleimunition beim Vogelschießen geben. Dies hat mir Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen jetzt in einem persönlichen Schreiben bestätigt“, teilte Peter Liese mit.

Wörtlich schreibt Ursula von der Leyen: „sind wir in jedem Fall überzeugt, dass es unverhältnismäßig wäre, künftige Beschränkungen auf die in Ihrem Schreiben angesprochenen traditionellen Schießsportveranstaltungen in kontrollierter Umgebung oder auf das Schießen mit historischen Waffen anzuwenden.“

„Ich freue mich sehr, dass uns diese Lösung gemeinsam gelungen ist. Ein Verbot wäre völlig unverhältnismäßig gewesen, da beim Vogelschießen durch den Kugelfang und die entsprechenden Vorkehrungen praktisch kein Blei in die Umwelt gelangt. Gleichzeitig hätte die Umrüstung der Schießstände und der Gewehre für die Vereine, die durch Corona ohnehin schon geplagt sind, erhebliche Kosten verursacht“, so Liese.


Peter Liese hatte in verschiedenen Gesprächen mit Ursula von der Leyen und ihren Mitarbeitern auf eine entsprechende Ausnahme gedrängt. Am 17. März hat Peter Liese mit den Bundestagsabgeordneten Friedrich Merz, Carsten Linnemann, Florian Müller, Paul Ziemiak, Christian Haase, Volkmar Klein und Hans-Jürgen Thies einen Brief an die Europäische Kommission geschrieben.

Die erste Antwort vom 10. Juli war zunächst vage, aber mit Datum vom 20. Dezember gab es nun eine klare Aussage der Kommissionspräsidentin.

“Die Ausnahme der Europäischen Kommission zur Verwendung von bleihaltiger Munition beim traditionellen Vogelschießen unserer Schützenvereine stimmt mich sehr positiv. Das sind gute Nachrichten für alle Schützenvereine und ihre zahlreichen Mitglieder in Südwestfalen. Der Einsatz, gemeinsam mit Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, sich im Sinne regionaler Brauchtumspflege einzusetzen, war erfolgreich“, so Friedrich Merz, der Fraktionsvorsitzende von CDU/CSU und Parteivorsitzende der CDU.

Entscheidend war nach Ansicht von Liese ein persönliches Gespräch, in dem Vertreter der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen (EGS) den Verantwortlichen der Europäischen Kommission erklärt haben, wie Vogelschießen funktioniert und warum dabei praktisch kein Blei in die Umwelt gelangt. Der zuständige Mitarbeiter von Ursula von der Leyen sagte nach einiger Zeit zu Peter Liese: „Dieses Gespräch hat uns die Augen geöffnet“.

„Es ist zwar schade, dass man immer erst die hohe Politik einschalten muss, damit die Beamten in Brüssel verstehen, was vor Ort los ist, aber letztlich zählt der Erfolg“, bekräftigt Peter Liese.