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Energieintensive Industrie in Südwestfalen wird geschützt

Unterhändler der Fraktionen im Europäischen Parlament haben sich auf einen Kompromiss zur Stärkung des europäischen Emissionshandels geeinigt. Darauf weist der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese hin, der auch umweltpolitischer Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten) ist. Bei der Verabschiedung des überarbeiteten Emissionshandels in 2008 ging man von einem CO2-Zertifikat-Preis von 30 Euro aus. So sollten Anreize für Investitionen in klimafreundliche Technologien geschaffen werden. Jetzt liegt der Preis aber seit langem unter 10 Euro, er ist sogar zwischenzeitlich auf unter 3 Euro gefallen. Der Grund ist, dass an Kraftwerksbetreiber und energieintensive Industrie in den vergangenen Jahren zu viele kostenlose Zertifikate verteilt wurden, außerdem führte die Wirtschaftskrise in 2009 dazu, dass weniger Zertifikate gebraucht wurden. Das drückt nun auf die Preise. Investitionen in umweltfreundliche Technologien lohnen sich momentan kaum.

Liese, Pieper und Brok: Gleichbehandlung aller Landesteile war in Gefahr

Die westfälischen CDU-Europaabgeordneten Markus Pieper, Elmar Brok und Peter Liese begrüßen die Entscheidung, Pläne zur Stärkung des Regionalverbandes Ruhr aufgrund verfassungsrechtlicher Bedenken zunächst auf Eis zu legen. Es war geplant, ein direkt gewähltes Regionalparlament und ein eigenes Büro des Regionalverbands in Brüssel zu installieren. "Die Gleichbehandlung aller Landesteile wäre massiv in Gefahr geraten. Nordrhein-Westfalen hat eine Landesvertretung in Brüssel und wenn es zum Beispiel um Fördermittel geht, darf das Ruhrgebiet nicht gegenüber anderen Landesteilen bevorzugt werden. Wir haben nichts dagegen, dass die Städte des Ruhrgebietes im Regionalverband Ruhr intensiver zusammenarbeiten und gemeinsame Probleme gemeinsam lösen. Dies darf aber nicht dazu führen, dass das Ruhrgebiet gegenüber anderen Regionen wie Münsterland, Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen bevorzugt wird," so die drei Europaabgeordneten.

„Steuertricks zugunsten großer Unternehmen sind ungerecht für Mittelstand und Arbeitnehmer“

Das Europäische Parlament hat in dieser Woche einen Sonderausschuss zur Bekämpfung von Steuervermeidungsmodellen eingesetzt. Der Ausschuss soll untersuchen, wie Schluss damit gemacht werden kann, dass große Unternehmen wie Google und Starbucks in der Europäischen Union nur sehr geringe Steuern zahlen, während Mittelstand und Arbeitnehmer die Hauptlast tragen. Hierzu erklärte der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese: „Es ist nicht zu verantworten, dass jeder Arbeitnehmer und jeder Mittelständler mit hohen Steuern belastet wird, während Großkonzerne durch geschicktes Agieren und teilweise mit Unterstützung der nationalen Regierungen ihre Steuerlast auf einen extrem geringen Prozentsatz reduzieren. Dieses Problem gibt es, weiß Gott, nicht nur in Luxemburg, sondern auch in anderen europäischen Staaten. Es wird eine sehr schwierige Aufgabe, hier Abhilfe zu schaffen, da die Mitgliedstaaten auf Ihre nationale Souveränität pochen. In einem gemeinsamen Binnenmarkt darf es aber nicht sein, dass einzelne Unternehmen gezielt bevorzugt werden. Das Wettbewerbsrecht der Europäischen Union bietet eine Grundlage gegen die Missstände vorzugehen.“

Europäische Union muss helfen / Welt-Krebstag am heutigen Mittwoch


Brüssel/Südwestfalen- Am 4. Februar ist Welt-Krebstag. Die Welt-Krebsorganisation (UICC) ruft an diesem Aktionstag bereits seit 2007 zu mehr Aufmerksamkeit gegenüber Krebs auf. Allein in Deutschland erkranken jährlich rund 500.000 Menschen neu an Krebs, etwa 220.000 sterben an den Krankheitsfolgen. 51 Prozent aller Männer und 43 Prozent aller Frauen müssen hierzulande damit rechnen, im Laufe ihres Lebens an einem bösartigen Tumor zu erkranken. "Leider steigen die Fallzahlen weltweit und auch in Deutschland und Europa. Daher müssen wir dringend handeln. Viele Krebsarten können wir heute noch nicht erfolgreich bekämpfen und gemeinsame  europäische Forschungsanstrengungen sind unverzichtbar, zum Beispiel weil viele Menschen an seltenen Krebsarten erkranken und ein Land alleine gar nicht gar nicht genug Fallzahlen für die notwendige Forschung aufbringen kann", so der südwestfälische  CDU-Europaabgeordnete und Arzt Dr. Peter Liese.

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