„Es gibt keinen Anlass zur Panik, aber wir müssen die Situation ernst nehmen und genau beobachten“, dies erklärte der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP, Christdemokraten) Dr. med. Peter Liese angesichts der Ausbreitung des neuen Coronavirus aus der Region Wuhan in China. Nach Lieses Einschätzung ist die Gefahr für Bürgerinnen und Bürger in Deutschland sehr gering. „Erstens gibt es keine Direktflüge aus der Krisenregion nach Deutschland und zweitens ist nach Aussagen der Wissenschaftler das Virus wesentlich weniger gefährlich als das SARS Virus, das vor einigen Jahren viele Todesfälle verursacht hat. Außerdem sind wir als Europäische Union besser vorbereitet. Vor einigen Jahren wurde ein Koordinierungsmechanismus zwischen den Mitgliedstaaten beschlossen. Es gibt in allen Mitgliedstaaten eine 24 Stunden Bereitschaft und das europäische Gesundheitsamt ECDC in Helsinki beobachtet die Lage sehr genau. Wir haben einheitliche Empfehlungen für die gesamte Europäische Union. Vor einigen Jahren war es noch so, dass etwa in den Niederlanden völlig anders mit solchen Gefahren umgegangen wurde, als in Deutschland. Wenn man berücksichtigt, dass Fluggäste im Grenzgebiet oft Flughäfen des Nachbarlandes nutzen, war das eine absurde Situation“, so Liese abschließend. Die Christdemokraten haben beantragt, dass sich der Ausschuss für Umwelt und Gesundheit des Europäischen Parlaments schon in der kommenden Woche intensiv mit dem Thema beschäftigt.

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