Aufmerksamkeit, Solidarität und konkrete Hilfe für den Patient Wald / Dramatische Schäden auch in Tschechien, Slowakei, Frankreich und in anderen EU Ländern


Die Christdemokraten im Europäischen Parlament setzten die Krise des Walds in Deutschland und in anderen europäischen Ländern auf die Tagesordnung der EU Gremien. Dies teilte der umweltpolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten), Peter Liese mit. Durch die extreme Trockenheit der letzten Jahre und Schädlinge wie den Borkenkäfer sind die Wälder nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern wie Tschechien, Slowakei, Frankreich in höchster Gefahr. Experten gehen davon aus, dass bei einzelnen Baumarten wie zum Beispiel Fichte rund 50 Prozent des Waldes zerstört werden.

„Der Wald leistest einen enormen Beitrag zum Klimaschutz, ist aber auch wichtig für Wirtschaft, Erholung und Biodiversität. Deswegen müssen wir als erstes einmal die Krise ernst nehmen und europaweit Aufmerksamkeit erzeugen. Wir sollten uns mit den Waldbesitzern und all denjenigen, denen der Wald am Herzen liegt solidarisch erklären. Wir wollen aber auch konkrete Hilfe. Das Ausmaß der Zerstörung ist so groß, dass Regelungen auch auf europäischer Ebene überprüft oder zumindest flexibel ausgelegt werden müssen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, europäische Finanzinstrumente wie den europäischen Solidaritätsfond oder die zweite Säule der Agrarpolitik zu nutzen. Kürzungsvorschläge in diesem Bereich müssen wir daher angesichts der Krise noch deutlicher als bisher zurückweisen,“ so Liese.



Nach Ansicht der christdemokratischen EVP-Fraktion soll es schon in der nächsten Woche eine Debatte und eine Resolution zu dem Thema geben.

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