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Diskussion mit streikenden Schülern / Arbeitsplätze und Umweltschutz kein Widerspruch

„Klimaschutz braucht Europa!“. Unter dieser Überschrift hatte Peter Liese eine Diskussionsveranstaltung in der Aula des St.-Ursula-Gymnasiums mit den Schülerinnen und Schülern überschrieben, die in Arnsberg-Neheim, Soest und Meschede für das Klima streiken. In seiner Einführung machte Peter Liese klar, dass es wirksamen Klimaschutz nur mit Europa gibt. Schadstoffe machen an der Grenze nicht Halt und für die Wirtschaft sind gemeinsame europäische Regeln besser als nationale Flickenteppiche. Außerdem hat Europa nach Ansicht unabhängiger Beobachter, z.B. des früheren Klimachefberaters von US Präsident Obama, den entscheidenden Anteil an allem was sich weltweit bisher für den Klimaschutz getan hat. Wörtlich sagte Todd Stern „Die EU war schon immer Verfechter für mehr Ehrgeiz in Klimagesprächen, vermutlich der alles entscheidende Bestandteil im Klimaabkommen.“ Der Berliner Sänger Peter Fox (Haus am See) motivierte die Schülerinnen und Schüler in einer Videobotschaft ihr Engagement fortzusetzen.



Sechs Schülerinnen und Schüler saßen mit Vertretern von Umweltverbänden und Unternehmen auf dem Podium. Anton Eickel (St.-Ursula-Gymnasium Neheim), Mareen Klute und Luzia Lakämper (Städtisches Gymnasium Meschede), Hannah Saurbier und Lea Leisner (Aldegrever Gymnasium Soest), Paul Grüneberg (Conrad-von-Soest-Gymnasium Soest), Klaus Milke (Germanwatch), Dr. Dirk Spenner (Spenner GmbH & Co. KG) und Marten Sprecher (Wirtschaftsvereinigung Stahl).

Besonders beeindruckt waren die Teilnehmer von dem 14-jährigen Paul Grüneberg aus Soest, der sich schon seit drei Jahren in seiner Freizeit für den Umweltschutz engagiert und eine sehr beeindruckende Rede hielt. Mareen Klute aus Meschede legte in ihrem Beitrag großen Wert auf das Thema klimafreundliche Landwirtschaft und Ernährung. Dieses Thema war auch der wichtigste Punkt in der anschließenden Diskussion. Der Chef der Umweltorganisation Germanwatch, Klaus Milke, der ursprünglich aus Erwitte stammt, war zu diesem Termin extra von seinem Wohn- und Arbeitsplatz Hamburg angereist und lobte die Schülerinnen und Schüler für ihr Engagement. Seit vielen Jahren arbeiten Peter Liese und Klaus Milke unter anderem bei der Vorbereitung der internationalen Klimakonferenz gut zusammen. Arbeitsplatzsicherung und Umweltschutz dürfen kein Widerspruch sein, deshalb hat Peter Liese zu der Veranstaltung auch zwei Vertreter von Unternehmen eingeladen, die aufgrund der physikalischen Gegebenheiten heute doch nicht ohne CO2 Ausstoß produzieren können. Dirk Spenner, von der Firma Spenner Zement in Erwitte, machte eindringlich klar, dass der Eindruck, man habe in den letzten Jahren nichts für den Klimaschutz getan, komplett falsch ist. Vor allem aufgrund europäischer Vorgaben, hat Spenner Zement den Ausstoß von CO2 in den letzten Jahren um 31 % reduziert. Alle Beteiligten waren sich einig, dass man weiter im Gespräch bleiben muss. „Mich beeindruckt das Engagement der Schülerinnen und Schüler, aber wir müssen auch klar sagen, dass die Probleme nicht mit drei oder vier Mal Schule schwänzen zu beseitigen sind. Deswegen hoffe ich, dass sich einige der Jugendlichen auch in Verbänden und Parteien engagieren“, bekräftigte Peter Liese.

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